Zucker versteckt sich fast überall: Glukose, Invertzucker und Co.

„Wenn ein Löffelchen voll Zucker bittere Medizin versüßt“, so heißt es in der Disney Verfilmung Mary Poppins. Ein fröhlicher Kinderhit in dem der Zuschauer das Bild bekommt, dass Zucker anscheinend für jedes Problem eine Lösung kennt. Schön, wenn die Realität auch so lustig wäre. Die Menschheit hat ein Zuckerproblem und das nicht erst seit gestern. Laut Statistiken verbraucht ein Deutscher rund 35 kg Zucker im Jahr. [1] Die gute Nachricht: Der Wert gliedert sich stabil in die der letzten Jahre ein. Die Schlechte: Es wird nicht wirklich weniger.

Im ersten Teil unserer Themenreihe „Die heimtückische Falle Zucker“ klären wir euch allgemein über das süß schmeckende Lebensmittel auf. Wieso konsumieren wir soviel davon und warum werden wir schon im Kindesalter mit dem süßen Gift manipuliert? Wer profitiert von Zucker und welche Gefahren bringt ein übermäßiger Konsum mit sich? Denn eines sollte mittlerweile jedem klar sein. Getreu dem Motto „Wir lieben ihn in Maßen und bekommen ihn in Massen“, tarnt sich Zucker als blinder Passagier in zahlreichen Lebensmitteln und gelangt so unentdeckt in den menschlichen Organismus. Es wird Zeit umzudenken und die Fassade um den Allrounder Zucker endlich fallen zu lassen.

Zucker – die leere Kalorie für den Körper

Unscheinbar und ungefährlich, so scheint es. Mit seinem zuckersüßen Geschmack zieht er viele Geschmäcker sofort in seinen Bann. Die Industrie liebt ihn, da er als Geschmacksverstärker und für die Konservierung bekannter Lebensmittel besonders wertvoll und günstig ist. Laut dem amerikanischen Agrarministerium produziert die Welt pro Jahr rund 175 Millionen Tonnen Zucker. [2] Für uns bleiben am Ende allerdings keine zuckersüßen Fakten übrig. Neben den vielen Kalorien – 1 Gramm Zucker enthält 4 kcal – hat er auch bei Zivilisationserkrankungen seine Finger im Spiel. Wieso essen wir überhaupt so viel Zucker? Wissen wir überhaupt, wo überall Zucker zugesetzt wird?

Das Phänomen beginnt bereits kurz nach der Geburt. Mit dem leicht süßlichen Geschmack der Muttermilch entwickeln wir schon frühzeitig eine Vorliebe für zuckerhaltige Lebensmittel. In der Kindheit zählen solche als „hilfreiches“ Erziehungsmittel, indem Erfolge der Sprösslinge mit etwas Süßem belohnt werden. Kinder wissen nicht um die negativen Auswirkungen und entwickeln schnell das Bedürfnis nach Süßem. Aus Sicht der Eltern allerdings eher unvernünftig, da sie so die Geschmacksknospen ihrer Kinder schon frühzeitig unbewusst fehlleiten. Das heißt natürlich nicht, dass Kinder keinen Schokoriegel mehr essen dürfen. Allerdings sollten Eltern den Zuckerkonsum ihrer Kinder kontinuierlich im Auge behalten. Denn laut dem Robert-Koch Institut zählen 15 Prozent der Kinder zwischen drei und 17 Jahren als übergewichtig. [3]

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt daher den Zuckerkonsum auf 25 g am Tag einzuschränken. [4] In Zuckerwürfeln ausgedrückt: rund 8 Stück. Schwer einzuhalten, wenn man die Inhaltsangabe von Lebensmitten genauer unter die Lupe nimmt. Interessant ist allerdings, dass der Körper herkömmlichen Haushaltszucker physiologisch gar nicht braucht. Den Zuckerbestandteil Glukose, der essentiell für Muskeln und Gehirn benötigt wird, gewinnt der Körper problemlos aus Früchten, Gemüse und kohlenhydratreichen Lebensmitteln, wie Reis, Brot und Kartoffeln. Und dennoch tappen wir täglich in Zuckerfallen und das teilweise unbemerkt.

Zucker kommt auf leisen Sohlen

Apfelsaft: „One apple a day keeps the doctor away.“  Das stimmt, denn in Äpfeln finden sich viele wichtige Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Allerdings sprechen wir hier von einem Apfel und nicht mehreren. In 1 Liter Saft stecken rund 1,4 kg Äpfel. Bei nur 250 ml Apfelsaft erhältst du schon einen Zuckergehalt von ungefähr 7,5 Stück Würfelzucker. Mit einem Glas Apfeldirektsaft ist der empfohlene Tagesbedarf an Zucker von 25 g bereits fast erreicht.

Fruchtjoghurt: Fruchtjoghurts sind beliebt und laut offiziellen Ernährungsempfehlungen sehr gesund. So scheint es jedenfalls, denkt man an bekannte Health Claims bezüglich Gesundheit und Wohlbefinden. Doch in den leckeren bunten Bechern lauert recht viel Zucker. Pro 150 g finden sich rund 6 Stück Würfelzucker, umgerechnet rund 25 g. Greife also lieber zu zuckerfreien Joghurts und verfeinere den Geschmack mit saisonalen frischen Früchten. Der Gaumen gewöhnt sich schnell an den weniger süßen Geschmack und gesünder ist es allemal.

Gewürzgurken: Man möchte es kaum glauben, aber auch in Gewürzgurken wird an Zucker nicht gespart. Die Rechtfertigung der Hersteller: Der Zucker wird der Flüssigkeit zugeben, um die Gurken besser zu konservieren. Ein Glas kommt so auf einen Zuckergehalt von rund 12 g. In Würfelzucker ausgedrückt, entspricht es einer Menge von 4 Stück. Dann greifst du wohl doch lieber auf Gemüsesticks aus Salatgurke, Paprika und Möhre zurück?

Smoothies: Was gibt’s leckeres als einen frischen Smoothie am Morgen? Würden wir den Zuckergehalt außen vor lassen, dann wäre an der Aussage wohl nichts zu bemängeln. Aber besonders käuflich erworbene Exemplare sollten bei genauerer Betrachtung wohl lieber im Regal stehen bleiben. Bei 200 ml Smoothie kommst du schnell auf einen Zuckergehalt von durchschnittlich 26 g Zucker, also knapp 9 Stück Würfelzucker. Deine Alternative für einen gesunden Smoothie: Vollständiges Obst und Gemüse im Mixer zubereiten. Dadurch erhältst du auch die wertvollen Ballaststoffe und hast einen besseren Sättigungseffekt.

Zucker hat viele Namen: Süßmolkepulver, Glukosesirup u.v.m.

Wie es scheint, haben wir keinen direkten Überblick mehr darüber, wieviel Zucker wir täglich konsumieren. Dies hat natürlich mehrere Ursachen. Ein Hauptgrund: Zucker verstecken sich hinter mittlerweile rund 60 verschiedene Namen. Darunter zählen beispielsweise: Dextrose, Invertzuckersirup, Süßmolkepulver, Glukosesirup, usw. Kein Wunder, dass Laien hier schnell den Überblick verlieren. Ein weiteres Manko sind die auf dem Lebensmitteln erkenntlichen Portionsangaben. Oft überschreiten wir die abgedruckte Empfehlung um rund 4 – 5 Mal. Was anfangs wenig klingt, hat es am Ende ganz schön in sich. Also lieber genau auf die Nährwerte pro Portion schauen und nachrechnen.

„Ohne Zuckerzusatz“ klingt erstmal gesund. Die Verbraucherzentrale klärt allerdings auf, dass ausgewiesene Produkte oft trotzdem Zucker enthalten. Dieser stammt dann beispielsweise aus Süßmolkepulver oder Früchten und macht das Produkt für den Verbraucher sofort interessanter als Produkte mit regulärer Zuckerrezeptur. Gleichermaßen verhält es sich bei der Aufschrift „weniger süß“. Bei diesen Produkten bekommt der Konsument den Eindruck, dass die Lebensmittel nicht ganz so süß schmecken und demzufolge gesünder sind. Hier greifen die Hersteller bevorzugt auf Milchzucker zurück, der von Natur aus nicht sehr süß schmeckt, dennoch nicht weniger Zucker enthält. Die Nahrungsmittelindustrie findet demnach immer wieder Schlupflöcher, damit Lebensmittel besser vermarktet werden können und auch schmecken.

Anfang Mai diesen Jahres forderten Ärzteverbände, Krankenkassen und Fachorganisationen in einem offenen Brief an die Bundesregierung gegen die anhaltende Fehlernährung endlich vorzugehen. [5] Die Forderungen belaufen sich auf eine verständlichere Kennzeichnung der Lebensmitteln, Beschränkungen der Lebensmittelwerbung und steuerliche Anreize für eine gesunde Ernährung. Diese könnte beispielsweise in Form einer Umsatzsteuerbefreiung für Obst und Gemüse, sowie einer Sonderabgabe für stark gesüßte Getränke erfolgen. Eine Nährwert-Ampel auf den Verpackungen von Lebensmittel anzubringen, stellt ebenfalls eine Möglichkeit da. Irreführende Nährwertangaben tragen sonst dazu bei, dass Fehlernährung weit verbreitet ist und bleibt.

Zucker als gefährliches Werbemittel

In Deutschland gelten etwa 60 Prozent der Erwachsenen als übergewichtig. Die Zahl der an Diabetes erkrankten Menschen beläuft sich auf zirka 6,7 Millionen Menschen. [6] Laut der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), entstehen dadurch pro Jahr Kosten von rund 35 Milliarden Euro. Bis 2030 soll die Zahl an Adipositaspatienten zudem deutlich steigen. Ziemlich erschreckende Zahlen und Fakten. Mit der richtigen Werbestrategie für Lebensmittel allerdings kein Grund zur Sorge für die Lebensmittelhersteller. Zu einem der größten und bedeutendsten Entscheidungsträger, wieso wir statt zum gesünderen Mineralwasser zur süßen Limo greifen, zählt wohl der überflüssige Einsatz von Werbemitteln. Neben den enormen Produktionskosten manipuliert der Medienkonsum zusätzlich unbemerkt unser Handeln und unsere Kaufentscheidung.

Auf Dauer eine tickende Zeitbombe. Konsumenten werden mit Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralstoffen geködert, und bleiben in der Meinung etwas gutes für Ihre Ernährung getan zu haben. Dass bei vielen Produkte die Vitamine mit künstlichem Fruchtzucker kommen, ist vielen unbekannt. Hinzu kommen gut klingende Leitsprüche, Maskottchen als optimale Markenbotschafter und eine tolle Verpackung. Und so landen schnell Produkte im Einkaufswagen, die schädlich für die eigene Gesundheit sind und unseren Geldbeutel auf Dauer erleichtern.

Und besonders eine Gruppe ist bei den Medien nach wie vor besonders beliebt: Kinder. Hersteller von zu süßen, zu salzigen oder zu fettigen Lebensmitteln sprechen gezielt ihre junge Kundschaft auch immer mehr über soziale Medien an. Im Auftrag des AOK Bundesverbandes hat die Universität Hamburg im Bezug auf die Online Vermarktung von 301 Lebensmitteln herausgefunden, dass sich rund 60 Prozent der Werbung gezielt an Kinder richtet. Und das trotz der geltenden EU-Selbstverpflichtung, mit der viele europäische Lebensmittelhersteller zugesagt haben, auf genau diese Strategie zu verzichten. Aus diesem Grund gehen nun immer mehr Medienaufsichten verschiedener Länder gezielt gegen entsprechende Marketingkampagnen vor. Die Konsequenzen sollen den Werbetreibenden dabei helfen, zu verstehen, wo ihre Grenzen liegen.

Ultrafood punktet ohne künstlichen Zucker

Wir wissen: Fertiggerichte machen bequem, denn gerade im Alltag fehlt oft die Zeit und Lust vor dem Herd nochmal aktiv zu werden. Allerdings sind viele der schnell zubereiteten Mahlzeiten nichts anderes als kalorienreiche Zuckerbomben. Neben billigen Rohstoffen enthalten Fertiggerichte meist zu viel Fett, Zucker und kaum Vitalstoffe. Eine optimale nährstoffreiche Versorgung stellt für einen Großteil ein unüberwindbares Hindernis dar. Doch eine gesunde und zuckerarme Ernährung ist kein Hexenwerk. Eher eine Umstellung. Traue dich wieder an frische Lebensmittel heran, experimentiere und genieße den natürlichen Geschmack fern von Geschmacksverstärkern & Co.

Unser naturbelassenes Ultrafood kann dir bei deinem Einstieg in einen gesunden Lifestyle helfen. Mit Ultrafood haben wir versucht, das Thema Zucker zu thematisieren. Ultrafood schmeckt so natürlich, weil eine vollständige Tagesration (150 g reines Ultrafoodpulver) nur rund 9,6 g Zucker enthält. Dabei handelt es sich nicht um raffinierten Haushaltszucker, sondern um natürlichen Fruchtzucker aus den enthaltenen Lebensmitteln wie Brokkoli, Maca & Co. Beachte, dass hier noch die Flüssigkeit, mit welcher du dein Ultrafood mischst, eine Rolle spielt. Wenn du dich gerade zuckerfrei ernährst, machst du mit Wasser garantiert nichts falsch, ansonsten sind Milchalternativen bzw. Milch eine leckere Abwechslung. Für mehr Infos bist du nur einen Klick von unserem Magazine entfernt. Dort findest du weitere tolle Fakten über Ultrafood.

Neben der Zufuhr aller wichtigen Nährstoffe leistest du gleichzeitig etwas für dein Wohlbefinden und deine Leistungsfähigkeit. Mit Ultrafood kannst du dich vollumfänglich gesund und vegan ernähren. Als Grundlage dienen dafür echte Lebensmittel mit einer vollständigen Lebensmittelmatrix. Schnell und ohne viel Aufwand kommst du so auf die empfohlene Menge an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und Aminosäuren – ohne künstlichen Zuckerzusatz.

Quellen

[1] https://www.swr.de/odysso/zuckerkonsum-in-zahlen/-/id=1046894/did=18581030/nid=1046894/17x5mpm/index.html

[2] http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/zucker-154.html

[3] https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/FactSheets/JoHM_01_2018_Adipositas_KiGGS-Welle2.pdf?__blob=publicationFile

[4] https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/ws/position/DGE-Position-WHO-Richtlinie-Zucker.pdf

[5] https://www.aerztezeitung.de/panorama/ernaehrung/article/963077/offener-brief-aerzte-fordern-zuckersteuer-lebensmittelampel.html

[6] https://www.diabetesde.org/pressemitteilung/deutscher-gesundheitsbericht-diabetes-2017-erschienen